Behandlungsarten

Es gibt drei hauptsächliche Behandlungsarten:

 

Hämodialyse:

Blut wird mit einer Maschine entnommen und durch den Dialysefilter befördert, welche das Blut reinigt. Der Filter besteht aus zwei Kammern, die durch eine Membran getrennt werden. Das Blut fließt in eine Kammer, während die Dialyselösung (eine wässrige Lösung, angereichert mit gelösten Teilchen, die im Blut freigesetzt werden müssen und mit Mangel an denen, die entfernt werden müssen) fließt in die andere.

Um den Patienten an die Maschine anzuschließen wird vaskulärer Zugang benötigt – eine Blutentnahmestelle, welche regelmäßig die großen, für die Dialyse benötigten Mengen zur Verfügung stellen kann. Die häufigsten vaskulären Zugänge sind die arteriovenöse Fistel (eine Kreuzungsstelle, die zwischen Vene und Arterie gebildet wird, typischerweise im Unterarm) und ein zentraler Venenkatheder (ein Katheder, der sich in einem großen venösen Gefäß befindet).

Die Sitzung dauert ungefähr vier Stunden und wird dreimal pro Woche durchgeführt. Die Länge jeder Sitzung und wöchentliche Frequenz kann aufgrund ärztlicher Empfehlung und den klinischen Bedürfnissen des Patienten variieren.

 

Heimdialyse:

Hämodialyse und Peritonealdialyse können auch zuhause durchgeführt werden, allerdings mit anderen Vorgängen und Anlagen.

Heim-Hämedialyse eignet sich vor allem für Patienten, die keine nennenswerten anderen Pathologien vorweisen. Es ist eine komplizierte Therapie, welche ordentliche Schulung notwendig macht, sowie die Unterstützung und Anwesenheit einer ausreichend ausgebildeten Person (ein „Dialysepartner“) während der Sitzungen. Der Dialysepartner ist oftmals ein Familienmitglied, welches sich das nötige Wissen und die entsprechenden Fähigkeiten durch eine mehrmonatige Schulung im Dialyse-Centrum aneignet. Außerdem muss eine entsprechende Dialyse-Wasseranlage im Zuhause installiert werden.

 

Heim- Peritonealdialyse benötigt die Anwesenheit eines Dialysepartners lediglich dann, wenn der Patient nicht in der Lage ist die Dialyse-Verfahren selbständig durchzuführen. Diese sind einfach, aber müssen gelernt werden. Es gibt zwei Arten der Peritonealdialyse: automatische Peritonealdialyse (APD) und kontinuierliche ambulante Peritonealdialyse (CAPD). Bei CAPD, ist die Anwesenheit eines Dialysepartners nur während des Austauschverfahrens notwendig. In APD, ist sie normalerweise am Anfang und dem Ende der Sitzung notwendig, während der Sitzung reicht es, wenn der Partner in der Nähe ist, um bei Gerätewarnzeichen eingreifen zu können.

 

Peritonealdialyse:

Ungleich der Hämodialyse wird bei der Peritonealdialyse das Blut im Körper des Patienten durch eine peritoneale Membran gefiltert, welche die Bauchinnenseiten und Innenseiten der Bauchorgane bedeckt. Die Dialyselösung wird in die Bauchhöhle gegeben und durch einen kleinen, sogenannten Peritonealkatheder wieder entfernt. Diese Behandlung muss täglich durchgeführt werden und dies ist auch zuhause gut möglich.

Was ist Dialyse?

Dialyse ist eine Behandlung, welche die Nierenfunktion teilweise ersetzt. Die Behandlung entfernt überschüssige Flüssigkeit und Schadstoffe aus dem Körper, welche die Nieren nicht mehr entfernen können, und ermöglicht die Wiederherstellung von Elektrolyten und einem Säure-Base-Gleichgewicht.

Allerdings kann Dialyse nicht für den Mangel an Hormonen kompensieren, die normalerweise von den Nieren produziert werden; deshalb ist eine zusätzliche medikamentöse Therapie notwendig.

Was sind die Symptome von chronischer Niereninsuffizienz und wie wird sie diagnostiziert?

Chronisches Nierenversagen kann völlig asymptomatisch ablaufen und wird oft zufällig durch routinemäßige Tests entdeckt.

Symptome, wie z.B. Unwohlsein, Asthenia (Müdigkeit), Polyurie (erhöhte Urinmengen tagsüber), Nocturie (Urinieren hauptsächlich nachts), blasse Haut, Ödeme (vor allen an den unteren Gliedmaßen, z.B. geschwollene Füße oder Knöchel), Kurzatmigkeit, starker Juckreiz, Appetitlosigkeit, Übelkeit, Erbrechen, Uremischer Atem (Atem mit Uringeruch), Konzentrationsschwierigkeiten, Schlafstörungen und Parästhesie in den Gliedmaßen (Veränderung in der Empfindlichkeit, oft als Kribbeln wahrgenommen) treten oft nur in den fortgeschrittenen Stadien auf.

Chronische Niereninsuffizienz kann durch einfache Labortests diagnostiziert werden, wie z.B. Urin-Analyse und die Auswertung von Kreatinämie und glomerulärer Filtration.

Es ist wichtig, einen Nephrologen miteinzubeziehen, der durch zusätzliches labortechnisches und praktisches Nachforschen die Ursachen des Nierenversagens sowie mögliche Komplikationen erkennen kann.