Extrakorporale Dialyse oder Hämodialyse

Hierfür muss dem Patrienten Blut entnomment werden. In Notfällen wird dies durch die Einführung eines Katheders (zentraler Venenkatheder) in eine große Vene. Für Patienten bei denen die Möglichkeit besteht eine Ersatzbehandlung einzuplanen, wird jedoch normalerweise eine Arteriovenöse Fistel bereitgestellt, d.h. eine operativ erstellte Verbindung (unter Lokalanästhesie) zwischen einer Vene und einer Arterie, meistens im Unterarm. Zu Beginn der Dialyse-Sitzung, with der Patient mittels eines zentralen Venenkatheders, oder durch Einführung zweier Spritzen an der Fistel, an einen Hämodialyse-Apparat angeschlossen. Eine Sitzung dauert normalerwise etwa vier Stunden und wird dreimal pro Woche ausgeführt. Die Dauer und wöchtenliche Häufigkeit kann aufgrund der ärztlichen Einschätzung des Patientenbedarfs variieren. Den Mittelpunkt der Behandlung stellt der „Dialyse-Filter“dar, ein biologisch kompatibler Doppelkammer-Bestandteil.

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In der ersten Kammer fließt das dem Patienten entnommene Blut, in der zweiten Kammer eine wässrige Lösung, die mit den zur Ausfühurng des Bluts benötigen Zellen bereichert wurde, und dem diejenigen fehlen, die ausgeschieden werden müssen. Diese Lösung wird Dialyselösung genannt. Um eine Reinigung zu gewährleisten, wird das durch den Filter fließende Blut durch eine Pumpe auf einem Fluß von ungefähr 250 bis 300 ml / Min gehalten. Die Gesamtmasse der während einer Dialyse-Sitzung entnommenen Flüssigkeiten ist abhängig von der Flüssigkeitsmenge, die der Patient im Intervall zwischen zwei aufeinanderfolgenden Sitzungen zu sich nimmt und wird durch ein Wiegen des Patienten am Ende der einen und am Anfang der nächsten Sitzung festgestellt. Das “Idealgewicht” des Patienten, auch “Trockengewicht” genannt, wird auf der Grundlage der klinischen und gemessenen Daten durch den Nefrologisten festgelegt, der die Dialysebahndlung ausführt.